News

Januar 2019:

21.01.2019, Frankfurter Allgemeine über Die Zukunft des Lesens.

Papier oder digital? Was Forscher dazu sagen: Artikel

Dezember 2018:

Newsletter des Schweizer Buchhandels

Deutschland / Schweiz
Debatte um die Einschweissfolie

Nachdem in den letzten Wochen einige deutsche Verlage angekündigt haben, auf die Einschweissfolie der Bücher zu verzichten, reagiert nun auch der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf das Thema. Die Verunreinigung der Weltmeere durch Plastikabfälle sei eine drängende Herausforderung, und die deutsche Verlagsbranche sollte verstärkt einen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll leisten, so das Gremium. Es fordert die Verlage in einem Communiqué auf, Bücher ohne Einschweissfolie in den Handel zu geben. "Der Buchhandel hat die Abgabe von Plastiktüten bereits deutlich reduziert. Nun sind die Verlage gefordert. Wir appellieren an alle Verlage, bei Neuproduktionen soweit wie möglich auf Einschweissfolien zu verzichten", sagt Nadja Kneissler, Vorsitzende des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins. Es sei bei den Kunden etwas in Vergessenheit geraten, dass ursprünglich der zum Buch gehörige Schutzumschlag die Funktion habe, das Buch zu schützen.

Stimmen aus der Schweiz: Wird es auch bald zu einem ähnlichen Aufruf in der Schweiz kommen? Eine kleine Umfrage bei drei Vorstandsmitgliedern des SBVV ergibt folgendes Bild:

David Bucher, Marketingleiter Buchhaus Lüthy Balmer Stocker: "Ich begrüsse diesen Schritt und finde, wir alle sind gefordert mehr Sorge zur Umwelt zu tragen.  Darum ist es wichtig, dass auch der Buchhandel seinen Beitrag dazu leistet ohne dass die Kulanz bei Remissionen darunter leidet."

Sabine Dörlemann, Verlegerin: "Grundsätzlich befürworte ich das Weglassen der Einschweissfolie aus ökologischen Gründen, doch befürchte ich, dass wir sie bei unseren Leinenbänden nicht weglassen können, weil die Bücher empfindlich sind und unter anderem am Lager zu stark einstauben würden. Für mich wäre die schönste Lösung, sie in Seidenpapier einzupacken. Leider eine zu teure Lösung. Ich habe festgestellt, dass es eine Ambivalenz bei den Leserinnen und Lesern gibt: Bei einer kleinen privaten Umfrage meinerseits während einer Verlagsvorstellung in einer Buchhandlung ergab sich, dass viele im Gespräch spontan für das Weglassen der Folie plädierten, aber dann beim Kauf lieber zum eingeschweissten Buch griffen."

Stefan Schwerzmann, Geschäftsleiter AVA: "Natürlich wäre es sinnvoll, wenn man auf die Einschweissfolie verzichten könnte. Dies bedinge aber ein Umdenken bei den Konsumenten. Die Kunden müssten dann auch bereit sein, ein Buch zu kaufen, das vielleicht einen leicht eingedrückten oder leicht eingerissenen Schutzumschlag hat oder leichte Flecken aufweist. Und da habe ich meine grossen Zweifel. Gerade als Geschenk möchten die Kunden eben ein eingeschweisstes Buch. Ich glaube auch, dass ohne Schutz der Einschweissfolie viele Bücher auf dem Transport verschmutzt oder beschädigt werden und es darum zu einer massiven Zunahme von "defekten" oder "nicht verkäuflichen" Exemplaren kommen wird. Bis ein deutsches Buch bei einer Schweizer Buchhandlung landet, hat es schon einige Stationen (Deutsche Auslieferung, Barsortiment, Schweizer Auslieferung) mit Wareneingang und Warenausgang hinter sich gebracht. Am Schluss wird man viele dieser Bücher wegwerfen müssen, weil die Kunden nur neuwertige (eingeschweisste) kaufen wollen. Der Buchhandel müsste im Laden während einer langen Zeit Aufklärungsarbeit leisten, um zu erreichen, dass bei den Kunden ein Umdenken stattfindet."

Unser Kommentar zur Diskussion:

Wir von boox-verlag möchten die Einschweissfolie auch weglassen und überlegen uns schon lange Alternativen dazu. Leider sind in einigen Produktionslinien noch keine Banderolen möglich. Wir werden das Thema aber weiterverfolgen - und hoffentlich beim Leser auf Verständnis stossen, wenn die Folie durch eine Banderole ersetzt wird.

November 2018:

boox-verlag hat sich bereits ein Weihnachtsgeschenk gemacht und einen Vertrag mit der Schweizer Post abgeschlossen. Alle unsere Pakete werden seit diesem Monat mit dem Label pro clima (PostPac Economy) versendet. So leisten wir zusätzlich zu unserem 1%-Engagement einen Beitrag an unsere Umwelt.

Wir freuen uns sehr, dass wir uns dies, Dank unseren Autoren und Lesern, leisten können!

1. Juli 2016:

Um 16:00 Uhr konnte die eigene Solaranlage in Betrieb genommen werden. Ab sofort wird das boox-verlag Büro also mit Strom aus der hauseigenen Produktion versorgt. Wir freuen uns!

April 2016

Bund fördert Bücher mit Millionen, die Post kassiert ab (Schlagzeile Tages Anzeiger vom 18. April 2016)

Der Staatsbetrieb (Post) nimmt mit dem Versand eines Buches mehr ein, als der Autor daran verdient.

Kommentar Verlag: Das stimmt. Zu ergänzen ist ...als Autor und Verlag daran verdienen.

Der Kunde erwartet, dass er ein bestelltes Buch ohne Versandkosten-Zuschlag erhält. Leider würden wir dann draufzahlen.

Januar 2016:
Das Elektrizitätswerk Urnäsch AG lieferte im Jahr 2014 rund 97% Strom aus erneuerbaren Energien aus der Schweiz für die Urnäscher Kunden (davon 93.7% aus Wasserkraft). Nur 3% der Stromlieferungen kamen aus Schweizer Kernkraftwerken.

Juni 2015:
Kein Alkohol im Feuchtwasser
Cavelti AG betreibt aktiven Umweltschutz:
Seit einem Monat verzichtet Cavelti gänzlich auf die Zugabe von Alkohol im Feuchtwasser während des Druckprozesses und eliminiert so die flüchtigen VOC-Dämpfe. Das Unternehmen gehört damit zu den Betrieben, die Nachhaltigkeit konsequent durchsetzen.
Quelle: Kundenmagazin der Cavelti AG, Juni 2015
(boox-verlag lässt seine "boox - swiss edition" bei Cavelti AG, Gossau drucken)

Juni 2015:
Aktiv und vielfältig – der Buchmarkt in Deutschland 2014
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlichte anlässlich der Wirtschaftspressekonferenz die neuen Zahlen des Deutschen Buchhandels.
Die veröffentlichten Zahlen stellen einen Umsatzanteil an e-books von 4.3% fest (Blick auf die USA: 25%).
Die Kaufintensität (e-book Käufe im Schnitt) ist gleich geblieben.
Der Anteil e-book Käufe bei Kinder- und Jugendbücher ist leicht gesunken.
Der Anteil e-book kaufender Personen wächst. 59% der Personen sind weiblich. 45% sind zwischen 40 und 59 Jahren alt.
Quelle: Wirtschaftspressekonferenz des Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 9. Juni 2015 (ganzer Bericht)